Cüdöwa, d. h. Armut, ein zur Landgemeinde Tscherbeney, Herrschaft Deutsch-Tscherbeney, gehöriges und von böhm. Auswanderern (Hussiten) bewohntes Dorf in der Grafschaft Glatz, im preuß.⸗ schles. Regierungsbezirk Breslau, 7,5 km östlich von der böhm. Stadt Nachod, 387 m über dem Meere, mit 500 E. in 78 Häusern, ist berühmt wegen seiner vier alkalisch-erdigen Eisenquellen von 11 C. Dieselben werden hauptsächlich bei Blutarmut, Bleichsucht, Skrofeln, Leukorrhöen und bei chronischen Nervenkrankheiten u. s. w. seit 1792 als Getränk und als Bad benutzt. Auch finden sich Sen.Roarmäßige Einrichtungen zu Douche⸗, Regen⸗„ Moor⸗, Dampf⸗ und Gasbädern, sowie andere zur Bequemlichkeit der Badegäste. Die Quelle war schon um 1622 in Ruf, wurde jedoch erst 1772 gefaßt, worauf auch der Ort selbst erst seine gegenwärtige Gestalt erhielt. Die Lage ist freundlich; die benachbarten Partien nach der Heuscheuer, den zngsbenden Aufe en, Glatz und den Glatzer Gebirgen machen den Aufenthalt angenehm. Vgl. Hemprich, «Die Eisenquellen zu C.v (2. Aufl., Bresl. 18399).