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ErdkundeBrockhaus 1882

Cuenca, Hauptstadt der gleichnamigen span. Provinz (17419 qm mit 1[1877] 237 497 C in Neucastilien, eine sehr alte Ciudad von 8202 E., Sitz eines Bischofs und einer der Hauptplätze des span. Wollhandels, liegt 900 m über dem Meere in einem hohen, von dürren Felsbergen umgürteten Thale, auf dem Gipfel, wo der alte Alcazar steht, und den Abhängen eines steilen, nackten Felsens Bacee dem wasserreichen, blauen Jücar und dem ache Huecar, über welchen letztern die auf fünf Bogen ruhende, 114 mlange und in der Mitte 42 m hohe San-Pablobrücke (von 1523) führt, während über den Jucar zwei Brücken nach der im Westen gelegenen modernen Vorstadt gehen. Die Stadt, unregelmäßig gebaut, hat steilansteigende, meist enge Straßen, hohe, geschwärzte Häuser un besitzt 15 Kirchen, ein bischöfl. Seminar, ein Kollegium, ist teilweise von uuch i Mauern umgeben und war einst berühmt durch ihr Tuch, ihre Goldarbeiten und Künste, während sie jetzt eine tote Stadt ist. Im höchsten Teile erhebt sich die Kathedrale von 1177, eine alte, schöne, got. Kreuzkirche mit drei Schiffen voll herrlicher Kunstwerke. Die Bewohner der benachbarten Serranig de Cuenca, an deren Westrande C. liegt, treiben viel Bienenzucht die trefflichen Honig liefert, und ernähren sich zum großen Teil von Holzfällen, Holzhandel und Holztransport. Berühmt ist die Serranig de C. durch ihre Naturmerkwürdigkeiten, namentlich durch großartige Tropfstein⸗ und andere Höhlen. wurde 1177 von Alfons von Castilien den von Baden entrissen und 1183 dahin das Bistum von Valeria (38 Km im Süden) verlegt. Am 15. Juli 187⁴ wurde die Stadt von den Karlisten erstürmt, geplündert und grausam verwüstet. ö ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 707Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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