Cuyp oder Kuyp (spr. Keup, Albert), einer der vorzüglichsten Landschaftsmaler der Holländischen Schule, geb. zu Dordrecht 1605, erhielt von seinem Vater, Jakob Gerrits C., der ein guter Porträt- und Landschaftsmaler und ein Mitbegründer der Malergilde zu Dordrecht war, den ersten Unterricht. C. war ein frommer Calvinist und brachte die meiste Zeit seines Lebens in seinem Landhause zu Dordwyk bei Dordrecht zu, wo noch jetzt die Zimmer mit seinen Gemälden geschmückt sind, da er nicht immer Käufer für dieselben fand. Er starb 1691 und hinterließ einen großen Schatz an Gemälden und Zeichnungen, die erst mit der Zeit ihre volle Würdigung fanden, namentlich durch die Engländer, die seine Bilder mit enormen Summen bezahlten. Er malte vorzugsweise Landschaften, zu welchen er die Motive aus seiner heimatlichen Gegend + und zeichnet sich durch ein tiefes Kolorit, goldige Färbung und breiten Vortrag besonders aus. Doch auch Tierstücke und Porträts malte er mit Meisterschaft. Außerdem radierte er eine Folge von Kühen, aus acht Blatt bestehend, von denen zwei zu den größten Seltenheiten gech ren. — Benjamin C., ebenfalls aus Dordrecht, eb. 1608, malte historische und Genrebilder mit räftigem Kolorit. [Cusa.