FeedCordier (Henri Jos. Charles)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Cordier (Henri Jos. Charles), franz. Bildhauer, geb. in Cambrai 19. Okt. 1827, erhielt seinen Unterricht in der Kunst von Fouginet und Rude zu Paris. Gleich seine ersten Werke verrieten sein Talent, die Merkmale der verschiedenen Menschenrassen charakteristisch aufzufassen und meisterhaft darzustellen, weshalb ihn die Regierung nach Afrika reisen ließ. Die Typen, welche er hier nach der Natur studieren konnte, gelangen in seinen Werken 5 vollendeter Darstellung. So entstanden seine üsten von Negern, Mongolen und Algeriern, die Statue der afrik. Venus, die Büste der Jüdin aus Algier in Bronze, Onyxr und Porphyr. Im Salon 1863 war die Büste der Kaiserin Eugenie in verschiedenfarbigem Marmor und 1866 eine lebensgroße Araberin, aus buntem Marmor und Metallen gefertigt, ausgestellt. Auch im Porträt⸗ und Genrefach leistet der Künstler Tüchtiges, wie die Büsten Said-Abdallahs, des Marschalls Randon, des Generals Fleury, eine Gruppe Kinder, die allegorischen Statuen der Harmonie und Poesie für die neue Oper in Paris (1867) beweisen. Im J. 1856 wurde in Verdun seine Statue des Marschalls Gerard aufgestellt. An der wiener Weltausstellung nißt, sind unter K aufzusuchen. von 1873 beteiligte er sich durch einige in das Ge-fl biet der Kunsttechnik gehörende Werke.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 590Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Bildende Kunst 6