FeedDahlberg (Erikson Jansen, Graf)
GeschichteBrockhaus 1882

Dahlberg (Erikson Jansen, Graf), schwed. Feldmarschall, geb. 10. Okt. 1625 zu Stockholm, nahm am Dreißigjährigen Kriege gegen Ende desselben als Sekretär des Generals Rehnschild teil und wurde wiederholt mit militärischen und diplomatischen Aufträgen betraut. Nach dem Friedensschlusse widmete er sich durch Studien und Reisen zunächst mehrere Jahre hindurch seiner weitern Ausbildung, wurde von König Karl X. Gustav bei Ausbruch des Kriegs gegen Polen im Heere angestellt, nahm an der Schlacht bei Warschau teil und wurde nach derselben Quartiermeisterlieutenant. Er erwies sich als trefflicher Generalstabsoffizier und leistete in den Kriegen gegen Polen und Dänemark wichtige Dienste. Auf seinen Bericht hin wagte der König den Marsch über das Eis der Ostsee. Nach dem Frieden erhielt D. das Fußregiment Südermankand, wurde 1679 Generaldirektor des damals neu errichteten Fortifikationscomptoirs und erwarb sich große Verdienste um das s chwed. Befestigungswesen. Er organisierte die Miliz in durden unt leitete die Grenzregulierung zwischen Schweden und Norwegen und wurde Generalgouverneur von Livland. starb 16. Jan. 1703 zu Stockholm, mit ihm erlosch sein Geschlecht. Er schrieb Suecia antiqua et hodiernab und fertigte die meisten in diesem Werke sowie in der Geschichte Karl Gustavs (von Pufendorf) enthaltenen Kupferstiche. Vgl. Schlözer, „Schwed. Biographieno (Bd. 1, Lpz. 1760).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 773Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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