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ErdkundeBrockhaus 1882

Dan, nach der Stammsage des hebr. Volks ein Sohn Jakobs von der Bilha, der Magd Rahels, und Urahn des Stammes D. Dieser Stamm, vor der Einnahme Kanaans angeblich 62 700 Streiter tark, erhielt von Josua sein Gebiet zwischen dem kittelländischen Meer, Benjamin, Juda und Ephraim angewiesen, konnte aber nur allmählich dasselbe einnehmen. Ein Teil des Stammes, wahrscheinlich durch die um sich greifenden Philistäer verdrängt, nahm später die phöniz. Stadt Lais oder Leschem in Besitz und nannte dieselbe D. Diese Stadt lag im äußersten Norden Palästinas, woraus sich die häufig in der Bibel vorkommende Redensart: „Ganz Israel von D. bis Bersebav, d. i. vom äußersten Norden bis zum äußersten Süden, erklärt. Die Daniten, welche mit Phöniziern und Philistern Handel und Schiffahrt trieben, verschwinden nach dem Exil aus der Geschichte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 836Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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