FeedDandölo (Emilio)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Dandölo (Emilio), ital. Patriot und Ale. be steller, Sohn des vorigen, geb. 1831 zu Varese, beteiligte sich 1848 an der Revolution in Mailand und ocht als Freiwilliger gegen die Österreicher und päter in Rom gegen die Franzosen. Nach Unterdrückung der Revolution lebte er in der Schweiz und trat im Okt. 1850 eine Reise in den Orient an, die er in dem Werk Viaggio in Egitto, nel Sudan, in Siria ed in Palestina (Mail. 1854) beschrieb. Beim Ausbruch des Orientkriegs IU. D. im sardin. Hilfskorps eine Ofstziersstell ei den Bersaglieri; aber kaum in der Krim angekommen, wurde er von der 47 e deine E als ihr Unterthan reklamiert und mußte seine Stelle aufgeben. Er kehrte hierauf nach Mailand zurück und starb daselbst 20. Febr. 1859 infolge eines Brustleidens. a (spr. Dändi, Mehrzahl Dandies), ein engl. Wort, dessen Begriff durch das deutsche Wort (Stutzero annähernd, aber nicht vollkommen bezeichnet wird. Es stammt wahrscheinlich von to dandle, tändeln, hätscheln, und schon in einem alten Volksreime kommt Jack-a-dandy vor. Der D. herder vornehmern Welt an und befleißigt sich aus Eitelkeit und Sucht nach Originalität des * wöhnlichen und Auffallenden in Kleidung und Betragen; dann aber ist D. auch soviel wie tonangebender Modeherr, Geck. Im 17. Jahrh. waren es in Frankreich die sog. Beaux, im 18. die Petitsmaitres, und gegenwärtig sind es die Elégants, Modernes, Gommeux u. s. w., die etwa den engl. Dandies entsprechen. In neuerer bue ist dafür in England das Wort Swell in Aufnahme gekommen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 840Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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