FeedDanilewskij (Grigorij Petrowitsch)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Danilewskij (Grigorij Petrowitsch), russischer Schriftsteller, geb. 14/26. April 1829 in Danilowka im Gouvernement Charkow, studierte in Petersburg die Rechte und wurde im Unterrichtsministerium angestellt, in dessen Auftrag er Reisen in die Krim und nach Finland unternahm, sowie die Klosterarchive im Gouvernement Charkow, Poltawa und Kursk durchforschte. Im J. 1857 nahm er seinen Abschied und lebte bis zum J. 1869 auf seiner Besitzung; darauf kehrte er wieder nach Petersburg zurück und trat in die Redaktion des Regierungsanzeigerv ein. Seine ersten schriftstellerischen Versuche fallen in das . 1847; doch erwarb er sich erst später einen Ruf durch Erzählungen (Großmütterchens Paradiesv, Das Dorf Ssorokopanowkav, «Potemkin an der Donaup u. a.), die durch ein gewisses ethnogr. Element charakterisiert sind, und histor. Romane (Die Freiheito, 1864, Die neunte Welle v, 1874, Mirowitscho, 1879, u. a.), welche in seinen Werkeno (3. Aufl., Bd. 1—4, Petersb. 1872) gesammelt sind und zum Teil auch in deutscher Übersetzung in Ph. Reclams «Universalbibliotheko erschienen (wie Wioniere des Ostensv, «Familienchroniko, «Die Nonnenklöster in Rußland» (übersetzung von Die neunte Welle v] u. a.). In den mit dem Uwarowschen Preise gekrönten «Ukrainischen Altertümerno (russisch, Charkow 1866) lieferte er schätzbare Beiträge zur Geschichte der Litteratur und Kultur von Kleinrußland.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 856Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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