Dasymẽter (grch.), d. h. (Luft⸗)Dichtigkeitsmesser, ein von Otto Guericke um 1650 erfundenes Instrument, welches dazu dient, die Veränderungen der Dichte der freien Luft zu zeigen. Das Di besteht (. beistehende Figur) aus einem kleinen Wagebalken, an welchem sich links ein dünnwandiger, wohl ver schlossener Glasballon und rechts ein Gewichtchen aus einem dichten Metall Gold, Platin u. dgl.) das Gleichgewicht halten. Um letzteres leichter herstellen zu können, läßt sich das Gewichtchen am Wagarme mittels Schraubung verschieben. Ist bei horizontalem Stande des Wagebalkens Gleichgewicht hergestellt worden und verdünnt man dann mittels einer Luftpumpe die Luft, so sinkt jener Glasballon, und zwar um so tiefer, je weiter die Luftverdünnung fortschreitet. Dies kommt daher, weil das Ge⸗ —— wicht des Glasballons im luftleeren Raume größer ist als jenes des Gegenkörpers. Weil aber im lufterfüllten Raume, nach dem Archimedischen Prinzip, der Gewichtsverlust des Glasballons wegen seines größern Volumens mehr betragen wird als jener des kleinern Gegengewichts, so kommt es, daß bei einer gewissen Luftdichte jene beiden Körper sich das Gleichgewicht halten können, welches aber bei einer Luftverdünnung in der oben angegebenen Weise gestört wird. Bei einer Luftverdichtung dagegen steigt der Gewichtsverlust des Glasballons noch mehr als Eacer weshalb er sich 1566 muß. Aus der Größe der Gleichgewichtstörungen am D. ließen sich die Anderungen der Luftdichte berechnen. Das D. wird jedoch jetzt gewöhnlich nur gebraucht, um die Geltung des Archimedischen Gesetzes, sowie dessen Anwendung für die Theorie des Luftballons experimentell nachzuweisen. Das D. wurde in früherer Zeit auch Luft2 — Wagmanometer oder Baroskop genannt. Humanist, geb. zu Frauenfeld im Thurgau, war 1530 Prediger und Lehrer daselbst und ging 1533 Unach Straßburg, wo er 1540 Kanonikus am St. Thomasstift und 1551 Rektor desselben wurde. Er starb 28. Febr. 1559 zu Straßburg. D. schrieb ein (Griech.⸗Lat.⸗Deutsches Wörterbuchy (1534) und ein „Lat.⸗Deutsches Wörterbuch⸗ E — Sein Sohn, Konrad D., geb. 1530 in Frauenfeld, starb als Lehrer der Mathematik zu Straßburg 26. April 1600. Nach seiner Angabe wurde die astron. Uhr im straßburger Münster 1580 konstruiert.