FeedDaud.
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Daud., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für Daudin (Francois Marie). audet (Alphonse), namhafter franz. Romanschriftsteller, geb. 13. Mai 1840 zu Nimes, kam 1857 nach Paris, wo er seitdem mit stets wachsendem Erfolge schriftstellerisch thätig ist. Zwar fanden seine Dichtungen Les amoureuses „ (1858) und „La double conversiono (1861) nur wenig Beifall; desto mehr seine novellistischen Schilderungen und seine Romane, in denen D. ein Erzählertalent ersten Ranges entwickelt. Hervorzuheben sind zunächst: Le petit Choser (ins Deutsche übersetzt unter dem Titel Der kleine Dingsdav, Berl. 1877), Lettres de mon moulino, Lettres à un absento, 4Contes du lundio (deutsch von Stephan Born, Bas. 1880) u. s. w. Sein berühmtester Roman ist Fromont jeune et Risler ainév (zuerst 1874; deutsch, 4. Aufl., Berl. 1876), dem seitdem noch fünf Aurieker Romane folgten, welche ebenfalls großes Aufsehen erregten und ins Deutsche übersetzt worden sind: KJacko (1876), (Le Nababo (1878), Les rois en exib (1880), Numa Roumestanv (1882), (L'Evangélister (1883). Auch als dramatischer Dichter ist D. bekannt durch eine Anzahl Werke, die mehr beim litterarisch gebildeten, als beim großen Publikum Beifall ohramn „La dernière idolen (1860), ein Melodram, »L'oillet blanco (1864), Rührstück in zwei Akten; „Le frère ainén (1868) und Le sacrifice (1869), zwei kleinere Lustspiele; Lise Taverniero und „L'Arlésiennes, zwei große Dramen (1872), die geringen Erfolg hatten. Auch seine Romane Fromont jeune et Risler ainés (1876) und Le Nababo hat D. zu Theaterstücken umgearbeitet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 904Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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