Dejanira (grch. Deianeira), die Tochter des Oneus, Königs von Kalydonien in Atolien, und der Althäa, die Schwester des Meleager, wurde die Gemahlin des Herakles, nachdem dieser den Achelous, welcher sich schon längere Zeit stürmisch um sie bewarb, in einem harten Kampfe besiegt hatte. Als der Centaur Nessos, der die D. Über den Fluß Euenos trug, mitten im Fluß ihr Gewalt anthun wollte, Herakles einen vom Blute der Lernäischen Schlange vergifteten Pfeil nach ihm ab. Nessos aber, der seinen herannahenden Tod fühlte, riet der D., wenn ihr Gemahl ihr untreu werden wolle, mit seinem vergifteten Blut ein Gewand für Herakles zu tränken. Denn von ihrem Gatten getragen, würde es diesen aufs neue an sie fesseln. D. nahm den Rat an sandte später, als sie auf Jole eifersüchtig war ihrem Gemahl ein so 0, ohne es tes Gewand und bereitete diesem dadurch, ohne es zu wollen, ein qualvolles Ende. Aus Verzweiflung gab sie sich selbst den Tod. Sophokles 1 in seinen Trachinierinneno diese Sage behandelt.