FeedDescondres (Louis)
BaukunstBrockhaus 1882

Descondres (Louis), Historienmaler, geb. in Kassel 1820, begann daselbst seine künstlerische Laufbahn, zunächst aber mit der Absicht Architekt zu werden. Die ungenügende Art des orene Lu der ihm zuteil wurde, sowie eine angeborene Lust am Malerischen führte ihn zur Palette. Er begab sich nach München, wo damals Cornelius, Schnorr, Heß und andere Meister eine neue Welt der Kunst geschaffen hatten. Nach einer ital. Reise 1845 trat er in die Schule Düsseldorfs, wo er bei Schadow als Schüler eintrat. Schirmer, welcher ihn schon früher geschätzt hatte, bewirkte 1854 seine Berufung an die junge karlsruher Schule, an der D. nun eine eifrige Thätigkeit entfaltete. Sein Tod erfolgte daselbst 23. Dez. 1878. Die Richtung des Künstlers ist eine ernste, ideale. Schon sein erstes bedeutenderes Werk: Francesca da Rimini (1850), dann Die Anbetung der Hirten, Die Flucht nach Agypten (1858), stellen sich als würdige Arbeiten dar. In der karlsruher Galerie befindet sich eine schöne Grablegung Christi, für die hamburger Nikolaikirche entwarf er 1863 das Gemälde der Frauen beim Kreuze. Im Genre ist er weniger bedeutend. Des- dur (ital. re bemolle maggiore; frz. rô bémol majeur; engl. d flat major oder des major), die Dur-Tonart, bei welcher h, e, a, d und g um einen halben Ton erniedrigt werden, also 5 h vorgezeichnet sind; die parallele Moll-Tonart ist B-moll. (S. unter Ton und Tonarten.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 80Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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