Dikölon (grch.), eine bt. Des die zwei verschiedene Versarten verbindet. Besteht die Strophe aus zwei Versen von verschiedenem Metrum, wie 3. B. Distichon aus Hexameter und Pentameter, so heißt sie D. distrophon; besteht die Strophe aus vier Versen, von denen die drei ersten ein und dasselbe Metrum haben, der vierte aber ein anderes, so heißt sie D. tetrastrophon. ikotyledönen oder Dikothlen Potanit ein; lappige Pflanzen) nennt man in der Botanik eine der drei großen Gruppen der Phanerogamen und zwar diejenige, welche als die bowi entwickelte allgemein angesehen wird. Zu den D. gehören alle diejenigen Gewächse, deren Embryo oder Keim in der Regel mit zwei einander entgegesetzten Kotyledonen (Samenlappen) versehen is. Von dieser Regel gibt es jedoch Ausnahmen, und es ist in manchen Fällen schwer oder überhaupt nicht sicher zu entscheiden, ob eine Pflanze zu den D. oder zu der diesen zunächststehenden Gruppe der Monokotyledonen zu rechnen ist. Man kennt mehrere Pflanzen, die aus gewissen Gründen allgemein zu den D. gestellt werden, deren Embryo aber in Betreff seiner äußern Gestalt und seiner anatom. Beschaffenheit sich wesentlich von dem der normalen D. tende Pica verhält. Hauptsächlich sind es schmarotzende Pflanzen-und Humusbewohner, die solche Abweichungen im Baue des Embryos zeigen. So besteht der Embryo von Monotropa nur aus 5—9 Zellen, ebenso sind die Embryonen der Orobanchen, Balanophoreen, Rafflesiaceen u. a. schmarotzender Gewächse nur aus wenigen Zellen zusammengesetzt; die Kotyledonen fehlen dabei vollständig. Die Arten der Gattung Cuscuta, die ebenfalls parasitisch leben, besitzen zwar einen ziemlich großen Embryo mit deutlich ausgebildetem Würzelchen, dem aber die Wurzelhaube fehlt; auch die Kotyledonen fehlen bei den meisten Arten dieser Gattung vollständig. Übrigens findet sich auch bei manchen nicht als Schmarotzer lebenden Pflanzen, die un aftr Aut zu den D. zu rechnen sind, eine mangetbafte usbildung des Embryos, so zeigen die Embryonen von Trapa, Ranunculus Ficaria, einiger Arten der Gattung Corydalis nur einen deutlich entwickelten Kotyledon, der andere ist entweder gar nicht vorhanden oder er ist fast vollständig verkümmert. Monströse Embryonen mit drei Kotyledonen sind bei mehrern Familien der D. nicht gerade selten. Mehr als drei Kotyledonen kommen unter den D. nur bei der Gattung Ceratophyllum vor, sie sind in diesem Falle quirlartig gestellt, wie die ebenfalls in größerer Anzahl vorhandenen Kotyledonen der Gymnospermen. Es genügt deshalb nicht, bloß auf Grund der morphologischen Verhältnisse des Embryos entscheiden zu wollen, ob eine Pflanze zu der Gruppe der D. zu rechnen sei oder nicht; es muß immer noch die anatomische Beschaffenheit der ganzen Pflanze, die Tracht oder der Habitus derselben, der Bau der Blüte und die Wachstumsverhältnisse der Wurzel sowohl wie die des Stengels berücksichtigt werden. Betreffs des anatom. Baues läßt sich allerdings ebenfalls keine allgemein gültige Reel über die Unterscheidungsmerkmale zwischen Monokotylen und D. aufstellen, aber immerhin gibt es charakteristische Eigenschaften der beiden Gruppen; und nur verhältnismäßig wenige Arten bilden eine Ausnahme. Zunächst unterscheiden sich die D. von den Monokotyledonen durch den Ver1910 he Gefäß⸗ oder Leitbündel im Stamme. Während bei den meisten Monokotylen die Gefäßbündel über den ganzen Querschnitt des Stammes zerstreut oder doch wenigstens in mehrern konzentrichen Ringen liegen, findet sich bei den D. in der Regel nur ein einziger zwischen Rinde und Mark liegender Kreis solcher Bündel. Diese Art der Anordnung kommt dadurch zu Stande, daß die von Blättern ausgehenden Bündel in bestimmter Entfernung stets parallel zur Achse des Stammes verlaufen und nicht wie bei den Monokotyledonen teilweise erst schief radial nach innen gehen, um sich dann der Peripherie wieder zu nähern. Ein weiteres für die lierte Mehrzahl der D. charakteristisches Merkmal liegt darin, daß die Stämme derselben Dickenwachstum besitzen, sodaß also fortwährend neue Zuwachszonen gebildet werden können. Die in den jüngsten Internodien noch getrennt verlaufenden Bündel werden bald durch das sog. Interfascicularcambium verbunden; da durch diesen Vorgang nunmehr ein vollständier Ring von Bildungsgewebe entstanden ist, so önnen fortwährend oder in gewissen Perioden neue Ringlagen von Zellen sowohl nach außen wie nach innen von jenem Bildungsgewebe, das den Namen Cambium (s. d.) führt, abgeschieden werden. Ebenso wie für den anatom. Bau des Stammes, lassen sich auch für viele D. charakteristische Auch tümlichkeiten im Bau der Blätter anführen. uch hier ist es wieder der Verlauf der Leithündel mit den 0 begleitenden Strängen von Bastzellen, der den Blättern der meisten D. ein eigentüm 1oo-Aussehen Hunn Während bei den Monokotyledonen jene Bündel meist parallel nebeneinander in der Blattspreite verlaufen oder nur wenige Abzweigungen besitzen, findet sich bei den Blättern der D. in der Regel ein sehr uee Biuifor und zierliches Netzwerk vor, das die ganze Blattspreite durchsetzt; dieser Unterschied in der Nervatur (d. i. der Gesamtheit der im Blatte verlaufenden Bündel) tritt gewöhnlich sehr deutlich hervor, zumal auch die Form der mehr in die Breite entwickelten Blätter der D. eine andere ist, als die der meist linealischen Blätter bei den Monokotyledonen. Wird schon durch die Nervatur und die äußere Form der Blätter ein Unterschied im Habitus der monokotyledonischen und dikotyledonischen Gewächse hervorgerufen, so geschieht dies noch viel mehr durch die Stellung derselben am Stamme. Bei den D. finden sich die mannigfachsten punegen berröcht dis bei den Monokotyledonen dagegen herrscht die Divergenz (s. unter Blattste lung), d. h. die wechselständige Stellung vor. In den Zahlen und Helge die verhältnissen derjenigen Hochblätter, welche die Blüten zusammensetzen, finden sich ebenfalls einige Verschiedenheiten zwischen Monokotyledonen und D. vor; bei den letztern ist die Anzahl der Teile der einzelnen Hochblattkreise gewöhnlich fünf, seltener vier oder ein Vielfaches dieser beiden 31 5 05 während bei den Monokotyledonen die Zahl 3 oder ein Vielfaches davon vorherrscht. Betreffs des Wachstums der Wurzeln sind die meisten D. dadurch ausgezeichnet, daß das Würzelchen des Embryos sich weiter fortentwickelt und später die s 98 Hauptwurzel bildet, während bei den Monokotyledonen das Würzelchen des Embryos nur eine sehr beschränkte Entwickelung besitzt und abstirbt, nachdem einige Nebenwurzeln gebildet worden sind. Die Gruppe der D. umfaßt zahlreiche Familien; um jedoch die übersicht über diese letztern zu erleichtern, hat man auf Grund der verschiedenartigen Ausbildung des Perianthiums (s. unter Blüte, Bd. III, S. 201) einige größere Unterabteilungen aufgestellt. De Candolle und Endlicher unterschieden drei solcher Abteilungen: 1) Polypetalae, d. h. solche, die mehrere getrennte Blumenblätter haben, 2) Gamopetalae, 8, deren Blumenkrone verwachsen-blätterig ist, und 3) Apetalae, solche, bei denen eine Blumenkrone vollständig fehlt und nur Iu. Bentt der Kelch blumenkronenartig ausgebildet ist. Bentham und Hooker haben diese Einteilung im wesentlichen beibehalten, nur statt der letztern Abteilung, der Apetalae, haben sie unter dem Namen Monochlamydeae alle diejenigen dikotyledonischen Gewächse zusammengestellt, die monochlamydeische Blüten (s. unter Blüte) besitzen. A. Braun hat den größten Teil der Apetalae unter die Polypetalae gestellt, und Eichler unterscheidet jetzt nur noch zwei Abteilungen: 1) Gamopetalae oder Sympetalae und 2) Choripetalae oder Polypetalae, die Apetalae sind sämtlich unter die Choripetalae verteilt. (S. die Artikel Polypetalae und Gamopetalae.) liber die fossilen Pflanzenreste aus der Gruppe er D. s. unter Paläontologie (botan.). 9. 0 (grch.), zwei⸗, doppelschlägig (vom