Döbel (Heinr. Wilh.), Forstmann, geb. 1699 im sächs. Erzgebirge, einer der bedeutendsten ahirsch- und holzgerechtend Jäger seiner Zeit, stammte aus einer uralten Jägerfamilie von Dobel. Er besuchte nach Vollendung seiner Lehrzeit von 1717 an die Wälder und Jägereien im größten Teile von Deutschland. Nach einer wechselvollen Laufbahn befand er sich um 1733 als Oberpikeur am Hofe des Kurfürsten Friedrich August II. in Hubertusburg. Um 1757 soll er Förster zu Falkenberg und Schmeckendorf (in Sachsen) gewesen sein. Die Jägerei stand ihm viel höher als das Forstwesen, der Stubenweisheit war er abhold. Er geriet deshalb in derbe litterarische Kämpfe mit Beckmann u. s. w. Seine bedeutendste Schrift erschien 1746 unter dem Titel: Neu eröffnete Jäger-Practica oder der wohlgeübte und erfahrene Jäger. Darinnen eine vollständige Anweisung zur ganzen, hohen und niedern Jagdwissenschaft mit einer Vorrede des Kanzlers der Universität Halle, Freiherrn von Wolfe (4 Tle., mit vielen Kupfertafeln, 4. Aufl., 1828—29, herausg. von K. F. L. Döbel und F. W. Benicken). D. starb nach 1760 in Warschau oder in Pleß.