FeedDominikanerinnen
ReligionBrockhaus 1882

Dominikanerinnen, eine weibliche Abteilung des D., kann man entweder auf das 1205 gestiftete Frauenkloster Prouille bei Toulouse zurückkühren, oder auf das Kloster des heil. Sixtus u Rom, wo Dominicus 1219 im Auftrage des stes Nonnen, welche in verschiedenen Klöstern zerstreut und oft regellos lebten, zu strenger Zucht vereinigte. Die Zahl ihrer Klöster ah zeitweilig auf circa 300 und noch jetzt bestehen solche in Italien, Osterreich, Polen, Belgien und Amerika. Statt der Studien betreiben sie Handarbeit. schw Kleidung besteht aus weißem Gewand mit schwarzem Mantel und Schleier. Ihre berühmteste Ordensschwester ist die heil. Katharina von Siena. — Auch einen dritten Zweig hat der D. Schon Dominicus stiftete unter dem Namen der Miliz Jesu Christi einen Verein von Weltleuten beiderlei Geschlechts 385 Verteidigung der Kirche und . Streben nach ollkommenheit. Nach seinem Tode nannten sie sich Brüder und Schwestern von der Buße des heil. ominicus, und dieser Name wurde später allgemein. Sie übernehmen kein Gelübde, sondern leiben in ihren weltlichen Verhältnissen, unterstützen aber nach Kräften die Bestrebungen des Or⸗ [dens und erhalten dafür mancherlei kirchliche Vergünstigungen. Vgl. Lacordaire, Vie de St.-Dominiquey (Par. 1840; deutsch, Landshut 1841); Caro, «St.-Dominique et les Dominicainso (Par. 1853); Danzas, Etude sur les temps primitifs de

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 451Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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