FeedDoni (Antonio Francesco)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Doni (Antonio Francesco), humoristischer ital. Schriftsteller, geb. R Mönchs um 1513, trat in seiner Jugend in den Mönchsorden, den er später verließ, um Weltpriester zu werden. Um 1540 wanderte er aus Florenz und führte mehrere Jahre ein unstätes Leben, bis er sich 1564 in Monselice bei Arqud bleibend niederließ, wo er 1574 starb. Unter seinen sehr zahlreichen Schriften sind hervorzuheben: DDialoghi della Musica (Vened. 1544), „La Libraria (Vened. 1550—51), ein reichhaltiges, aber durchaus ungeordnetes und verworrenes bibliogr.⸗litterarisches Werk, La Zucca (Vened. 15510), Eilosofla morales (Vened. 1552 u. Ferrara 1610), «I Marmio (Vened. 1552; neue Aufl. von Fanfani, mit biographischer Einleitung von Bonghi, 2 Bde., Flor. 1863), I Mondis (Vened. 1552—55), „Pitture (Padua 1564). Eine Sammlung seiner Novelles hat Gamba (Vened. 1815; neue Ausg., Mail. 1865), eine «Novella inedita Alessandro D'Ancona (Pisa 1870) herausgegeben. Mit Lodovico Domenichi und Pietro Aretino wurde D. in heftige litterarische Streitigkeiten verwickelt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 470Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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