Dorstenia, Linnésche Pflanzengattung aus der Familie der Urtiaceen, Abteilung der Maulbeergewächse (Moreae), deren Arten perennierende Kräuter und Holzgewächse der Tropengegenden sind. Sie besitzen einen knolligen Wurzelstock oder kurze Stämme, langgestielte, einfache Blätter und gestielte, achselständige, dorsiventral ausgebildete Blütenstände von kuchen- oder scheibenförmiger Gestalt, welche auf ihrer fleischigen Oberfläche kleine eingeschlechtige Blüten eingesenkt tragen. Die männlichen Blüten bestehen aus zwei bis vier Staubgefäßen, die weiblichen aus einem Fruchtknoten mit seitenständigem Griffel und zweispaltiger Narbe. Aus letztern entwickelt sich ein kleines Nüßchen. Die Dorstenien haben scharfe und gewürzhaft schmeckende Wurzeln und gelten in ihrem Vaterlande für wirksame Mittel gegen den Biß giftiger Schlangen. Eine westind. Art, D. Contrayerva L., war früher auch in Europa offizinell. Ihr unter dem Namen Bezoar⸗ oder Giftwurzel in den Handel kommender Wurzelstock von gewürzhaft bitterm Geschmack wurde als schweißtreibendes Mittel angewendet. Auch einige andere Arten, wie z. B. die in Brasilien vorkommenden D. brasiliensis Lam. und D. Houstoni L., liefern orstfeld, Dorf in der preuß. Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg, Landkreis Dortmund, an der Emscher und an der Linie Essen-Dortmund der Preußischen Staatsbahn, hängt mit Dortmund fast zusammen und ist mit einer Pferdebahn damit verbunden. D. zählt (1880) 3682 E., welche die Steinkohlenzechen D. und Karlsglück bearbeiten und bedeutenden Viehhandel treiben.