Dröme, Fluß im Dauphiné im südöstl. Frankreich, entspringt beim Dorfe La Batie-des-Fonts am Eingange des Val de D. auf den Dauphinéer Alpen, fließt über Die und Crest und mündet zwischen Valence und Montélimar nach einem wegen seines felsigen Bettes ziemlich reißenden, nicht schiffbaren Laufe von etwa 118 km in den Rhöne. Das Departement Dröme, am Rhöne und auf den letzten Vorstufen der Cottischen Alpen, zwischen den Depart. Isere, Ober⸗ und Niederalpen, Vaucluse und Ardeche, im südl. Teile des Dauphineé, zählt auf 6521,6 AEm (1882) 313763 E. (gegen 321 756 im J. 1876 Abnahme 2,5 Proz.), von denen 36000 Protestanten sind. Etwa der dritte Teil gehört der Rhöne-Ebene an und ist steinig und sandig. Ostwärts steigen die Berge, den drei Gruppen des Vercors, Ventoux und Volvent zugehörig amphitheatralisch übereinander auf bis zu einer Höhe von 1600—2400 m und darüber und bilden ein Gebirgsland von 21 Thälern, die oft sehr * und abeschlossen sind und durch die Isere, D., den Roubion mit dem Jabron und viele andere kleinere Bergströme bewässert werden. Am Rhöne herrscht sů Klima, und hier gedeihen die Orangen zum Teil unter freiem Himmel, ebenso der Mandel⸗ und Olbaum in üppiger Fruchtbarkeit, der Nußbaum, dessen Früchte reiches Ol liefern, und der Maulbeerbaum, der die Seidenzucht begünstigt. Auch ist der Weinbau sowie die Melonenzucht wichtig. Berühmt sind der dunkle Eremitagewein, bei dem Städtchen Tain am Rhöne, und die Melonen und Trüffeln von Romans an der Isere. Das Gebirge ist teils mit Buchen-und Nadelholzwaldungen, reich an Wild, teils mit trefflichen Schafweiden bedeckt und liefert an Metallen hauptsächlich Eisen. Man rechnet auf Äcker gegen 196000 ha, auf Wiesen 53000, auf Weinland 29 124, auf Waldungen 174 700, auf Heide⸗ und Weideland über 200500, auf Olivenbäume 2500 ha. In guten Jahren wurden vor der Verwüstung durch die Reblaus, die eine große Auswanderung nach Algier veranlaßte, an 333000 hl Wein gewonnen. Die Einwohner treiben außerdem Vieh⸗, besonders Schafzucht, und Seidenbau. Die Hauptzweige der Industrie sind Weberei grober Tücher, Seidenspinnerei und Seidenweberei. In zweiter Linie stehen Woll- und Baumwollspinnerei, Manufakturen von Seidenstoffen und gefärbter Leinwand, Handschuhe, Mehl und Mehlwaren, Seilereien, Saffian- und andere Gerbereien, Färbereien, Töpfereien, Ol⸗, Glas-⸗ und Papier1 Raffinerien u. s. w. Der Handel, begünigt durch die Rhöneschiffahrt und die Südbahn, bringt bedeutende Mengen von Brenn- und Bauolz, Wein, Seide, Wolle, Krepp, Raps, Oliven, Mandeln und andere Früchte, Vieh u. s. w. zur Ausfuhr. Das Departement hat zur Hauptstadt Valence (s. d.), zerfällt in die Arrondissements Valence, Montélimar, Die und Nyons, in 29 Kantone und 372 Gemeinden. Vgl. Joanne, Géographie du département de la D.v (Par. 1879).