Druey (Karl), schweizer Staatsmann, geb. 1799 zu Faoug im Kanton Waadt, studierte die Rechte in Heidelberg und ließ sich dann als Advokat im Waadtlande nieder, wo er 1834 Mitglied des Staatsrats wurde. Er nahm eifrigen Anteil an den Reformbestrebungen in der Schweiz und leitete, nachdem er kurze Zeit Gesandter an der Tagsatzung gewesen, 1845 die liberale Bewegung im Kanton Waadt, worauf er an der Spitze der neuen demokratischen Regierung daselbst gestellt wurde. Nach der neuen Verfassung der Schweiz wurde er in den Bundesrat gewählt, wo er 1849 Vizepräsident, 1850 Präsident war und später meist die Finanzen leitete. D. starb 29. März 1855 in Bern.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 578Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei