Druden sind im altdeutschen Volksglauben weibliche Wesen elbischen Geschlechts, die im Glauben der spätern Zeit zu Unholden und larerden tigen Nachtgeistern wurden, welche die Schlafenden ängstigten, Kinder und Haustiere schädigten und allerlei bösen Zauber trieben, gegen welchen der Drudenfuß (s. d.W oder auch der Drudenstein, d. i. ein im Wasser rund geriebener Kalkstein mit einem natürlichen durchgehenden Loch, auch ein Hufeisen, ein Besen vor oder das Kreuzzeichen über der Thür als Schutzmittel dienten. Ursprünglich war die D. oder Trut ein guter, schöner, elbischer Geist, der zum Gefolge der Göttin Holda (Perchta) gehörte. Der Glaube an sie haftete in Bayern, Tirol und Osterreich am festesten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 578Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei