Druthmar (Christian), ein gelehrter Mönch, wegen seiner Sprachkenntnisse Grammaticus zubenannt, zu Anfang des 9. Jahrh. in Aquitanien geboren, in der Abtei Korvei gebildet, kam ums * 810 in die Abtei Stablo in der Diöcese Lüttich, um den dortigen Mönchen die Schrift auszulegen. Er schrieb einen Kommentar zum Cvangelium des Matthäus: Expositio in Evangelium S. Matthaeiv (zuerst herausg. von J. Wimpheling, Straßb. 1514, dann von J. Secer, Hagenau 1538), der sich vorteilhaft auszeichnet durch nüchterne Feststellung des buchstäblichen Sinnes. Deshalb ist D. au der Lehre von der Transsubstantiation nicht zugethan.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 583Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei