FeedDschihanghir
GeschichteBrockhaus 1882

Dschihanghir, Großmogul 1605—27, Sohn und erster Nachfolger von Akbar dem Großen. Seine Regierung war ruhmreich und auch glücklich, wiewohl nicht durch kriegerische Eroberungen ausgezeichnet, sondern durch die einsichtsvolle Toleranz, welche von ihm fortwährend gegen den Brahmanismus, namentlich auch gegen den Siwakultus geübt wurde. Ein besonderes Wohlwollen seinerseits genossen die Dschainas. Wie die meisten Beherrscher von Delhi aus dem Stamme der Timuriden, beünstigte und förderte D. den merkantilischen Verehr mit andern Völkern. Dieser Gesinnung verdankten die Engländer auch 1611 salto Erlaubnis zur Gründung ihrer ersten Handelsfaktorei in Vorderindien zu Surat seitens der 31. Dez. 1600 gestifteten Englisch-Ostindischen Kompagnie. Schon 1604 hatte D. den Kapitän Hawkins als Gesandten von Jakob I. empfangen. Er starb 1627.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 593Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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