Ducker (Dücker), kleine unterirdische Kanäle aus Holz, Thon, Eisen oder Stein, die quer durch Straßen, Dämme, Deiche u. s. w. geführt werden, um tief liegende Gegenden zu entwässern. Diücker (Eugen Gustav), Landschafts⸗ und Marinemaler, geb. 29. Jan. (10. Febr.) 1841 zu Arensburg auf der livländ. Insel Osel, bezog 1859 die petersburger Akademie der Künste, erhielt nach beendigtem Studium 1862 die große goldene Medaille und das damit verbundene sechsjährige Reisestipendium. D. begab sich darauf nach Deutschland, Holland, Belgien, Frankreich und Italien, wählte schließlich Düsseldorf zum festen Domicil und wurde daselbst 1873 Professor an der Akademie. Der Stoff zu seinen Bildern ist zum größten Teil der nordischen Heimat wie auch den Ufern der Nordsee entnommen, wobei D.s Augenmerk b.ten diemn darauf gerichtet war, seinen Areiten die möglichst einfachste Form zu geben und durch die Stimmung und Beleuchtung auf die Beschauer zu wirken. Seine bedeutendsten Arbeiten sind: Sumpf lim Besitz des Kaisers Alexander III.), trockenes Flußbett (Soltikoff, Moskau), Sturm (petersburger Akademie), Ostseeufer (Großfürst Wladimir), Erinnerung an Rügen (königsberger Museum) und Abenddämmerung (berliner Nationalgalerie). Die meisten Arbeiten seiner Jugendzeit sind in Rußland im Privatbesitz.