Dusch (Joh. Jak.), Dichter, geb. zu Celle 12. Febr. 1725, studierte zu Göttingen, war mehrere Jahre Hauslehrer, privatisierte von 1756 an in Altona, war später am Gymnasium daselbst angestellt und starb 18. Dez. 1787. Als Dichter hat er sich vornehmlich in der didaktischen Gattung und im komischen Epos versucht, sonst aber sich durch Vielschreiberei geschadet. Seine Prosa ist in manchen seiner frühern Schriften, z. B. in den Moralischen Briefen zur Bildung des Herzenso (2 Tle., Lpz. 1759; 2. Aufl. 1772), geziert und schwülstig und streift in das Gebiet der Poesie. Seine Romane, die vielgelesene «Geschichte Karl Ferdinerso (3 Tle., Bresl. 1777—80; völlig umgearbeitet unter dem Titel „Der Verlobte zweier Bräutev, 3 Bde., Bresl. u. Lpz. 1785) und «Die Pupillev, die J. G. Müller nach des Verfassers Tode herausgab (Altona 1798), zeichnen sich für ihre Zeit durch Vermeidung des Unnatürlichen und Schwächlich-Empfindsamen in Charakteren und Sprache vorteilhaft aus. Vielen Beifall fanden auch seine (Briefe 1 Bildung des Geschmackso (6 Tle., Lpz. u. Bresl. 1764 —73; 2. Aufl. 1773—79).