Eberle (Robert), Landschafts⸗ und Tiermaler, geb. zu Mörsburg am Bodensee 22. Juli 1815. Er gehört der Schule Münchens an, war aber schon früher bei dem Tiermaler Biedermann in Konstanz unterrichtet worden. In München, wo er sich seit 1830, mit der alleinigen Unterbrechung durch eine kurze Reise nach Amerika 1848, zeitlebens aufhielt, hatte er mit gründlichen Studien nach den Alten begonnen und in dieser Hinsicht vorzugsweise an den großen holländischen Tierdarstellern des 17. Jahrh. seine Muster gefunden. Er repräsentiert neben seinem münchener Kollegen Friedrich Voltz das Fach in der bedeutendsten Weise, indem er nicht allein den Charakter und das geistige Leben des Tieres treffend festzuhalten versteht, sondern auch durch lebhafte Stimmungen und Situationen in das sonst Monotone des Tierbildes ein interessantes Element bringt. Häufig bedient er sich dazu der Darstellung von Gewitterscenen, Sturm u. dgl., in deren Aufruhr er die Bewegung der Tiere meisterhaft s childert. Hierher gehört das Bild der Galerie in Kopenhagen, der Blitz, welcher in die Schafherde schlägt. E. hat auch geistreiche Blätter radiert. Er starb in Eberfing bei München 19. Sept. 1860.