Eberhard (Konrad), Bildhauer, geb. zu Hindelang im Algau 25. Nov. 1768, übte schon in früher Jugend seine Kunst, indem er mit Bruder und Vater Andachtsbilder in seiner Heimat ausführte. Auf der münchener Akademie, namentlich im Atelier des Roman Boos, wohin er durch die Fürsorge des Kurfürsten von Trier gekommen war, und später in Rom, wohin er 1806 vom damaligen Kronprinzen Ludwig von Bayern mit Aufträgen gesandt wurde, bildete er sich weiter aus. Venus mit Amor, jetzt in der Glyptothek, ein sitzender Silen mit dem Bacchusknaben, eine Leda sind seine Hauptwerke aus dieser Zeit. Doch fühlte er sich nicht recht heimisch in der klassizistischen Richtung und wendete sich, besonders seit 1816, wo er Professor der münchener Akademie wurde, als eifriger Katholik der christl. Plastik zu. Damals entstand eine seiner bedeutendsten Leistunen, das Relief zum Grabmal der Prinzessin Karoine in der Alerbeilernts Das Relief über dem Portal der Allerheiligenkapelle, die Statuen des Erzengels Michael und des heil. Georg am Is arthor, die Grabdenkmäler der Bischöfe Sailer und Widmann im regensburger Dom, sowie die kolossale Madonna für Maria-Eich gehören dieser Richtung an. Uberall ist hier die Phantasie der Technik überlegen. Auch in Zeichnungen und Bildern sprach E. seine religiöse Stimmung aus. Er starb 13. März 1859. — Franz E., geb. 1767 zu Hindelang, nahm vielfach an den Arbeiten Konrad E.s, seines Bruders, teil und schuf Crucifixe und Heiligenbilder aus Alabaster. Er starb erblindet 18. Dez. 1836. CEberle (Adam), Historienmaler, geb. in Aachen 1805, ein treuer Nachfolger von Cornelius, aus dessen Schule an der düsseldorfer Akademie er her-Lern des Me war. Er gehörte zu den ersten Schülern des Meisters, seit dieser nach Düsseldorf gekommen war. Seine künstlerische Kraft wurde durch eine geradezu fanatische Religiosität nicht gefördert, doch ist sein Talent unleugbar ein sehr roßes gewesen. Dies zeigte sich schon in frühern erken, wie der heil. Helena für eine Kirche in Westfalen. Gleichwohl beschäftigten ihn auch Stoffe aus der profanen Historie und selbst aus der Mythologie 2 au unter den Hirten, im münchener Odeon). Als auf den Vorschlag Cornelius' ein Teil der Schloßgartenarkaden in München mit Darstellungen aus der bayr. Geschichte geschmückt wurden, beteiligte sich E. neben Förster, Lindenschmitt, Schorn, Stürmer u. a. und führte die Scene der Erhebung Maximilians I. zum Kurfürsten aus. Zu seinen ausgezeichnetsten Leistungen gehört die Zeichnung der trauernden Juden an den Wassern Babylons (jetzt im baseler Museum). In düstere Schwärmerei versinkend, starb er bereits 1830, nach anderer Nachricht sogar schon 1826.