Ebers (Emil), Maler, geb. in Breslau 1807, Schüler der düsseldorfer Akademie, welche er seit 1831 besuchte. Einen bleibenden Eindruck machte die Richtung Lessings auf ihn und zwar besonders dessen romantische Vorliebe für mittelalterliche Kriegsscenen, Räuberstücke und ähnliches. Eigen ist ihm die Neigung zu unheimlichen, angsterweckenden Situationen, in denen auch Schleichhändler eine häufige Rolle spielen. Dabei weiß der Künstler stets packend zu schildern und interessante Scenen zu ersinnen. Dennoch sollte er in eine noch glücklichere Richtung treten, als er, das romantische Gebiet verlassend, nach mehrern Reisen an die Nordsee sich ausschließlich dem marinen Genre zuwendete. Motive aus dem Leben der Schiffer und Matrosen versteht er äußerst charakteristisch wiederzugehen. Seit 1844 in seiner Heimat Schlesien lebend, ist er vielfach thätig, hat sich mit dem heil. Goar, die Rheinländer bekehrend, auch als Geschichtsmaler versucht.