FeedEichenkrone (Orden der)
PflanzenreichBrockhaus 1882

Eichenkrone (Orden der), am 29. Dez. 1841 vom König Wilhelm II. der Niederlande für die Angehörigen seines Großherzogtums Luxemburg estiftet, wird aber auch an Fremde vergeben. Derselbe besteht nach seiner Neuorganisation am 5. Febr. 1858 aus Großkreuzen, Großoffizieren, Kommandeuren, Offizieren und Rittern, sowie einer affiliierten Medaille. Das Ordenszeichen ist ein vierstrah-Muat silberner Stern, in dessen grün emailliertem Mittelschilde ein goldenes Wunter der Krone und umgeben von einem rot emaillierten Spruchbande mit der Devise Je maintiendrais innerhalb eines Eichenkranzes. Das Band ist orangegelb mit drei dunkelgrünen Streifen. Eichenrinde. Die Rinde der verschiedenen Eichen, Quercus robur, pedunculata, sessiliflora, ilex, racemosa, wird wegen ihres hohen Gehalts an Gerbsäure vorzugsweise in der Lederfabrikation, in geringen Mengen auch für pharmaceutische Zwecke verwandt. Die beste Rinde wird von eigens zu diesem Zweck gezogenen, höchstens 25 Jahre alt werdenden Bäumen (Eichenschälwald), die noch nicht mit Borke bekleidet sind, gewonnen; sie bildet die Spiegel⸗- oder Glanzrinde, die für pharmaceutische Zwecke allein verwendbar ist. Die von alten Bäumen gewonnene Rinde bildet, nachdem sie von der Borke befreit ist, die Grob-⸗ oder Altholzrinde oder Lohe. Die Spiegelrinde wird 1—2 mm dick, graubraun oder bräunlich, von stark zusammenziehendem Geschmack.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 802Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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