FeedEichmetall
NaturlehreBrockhaus 1882

Eichmetall, oder in richtiger Schreibweise Aichmetall, ist eine seit 1860 aufgetauchte Kupferzinklegierung, welche von dem Osterreicher Aich erfunden wurde und nichts anderes ist, als eine gute Sorte schmiedbaren Messings, welches unter dem Namen cyellow metab seit 1849 von England aus in Deutschland bekannt wurde. Letzteres besteht nach einer Analyse von Elsner aus 60,16 Teilen Kupfer und 37,1 Teilen Zink. Das E. ist nach den Untersuchungen des Niederösterreichischen Gewerbevereins aus 65,4 Proz. Kupfer und 34,76 Proz. Zink, nach denen von Sauerwein aber aus 60,2 Proz. Kupfer, 38,1 Proz. Zink und 1,7 Proz. Eisen zusammengefetzt. Das spezifische Gewicht der letztern Legierung ist im ausgeglühten Zustande 8,3r, im federharten Zustande 8,40, seine absolute Festigkeit beträgt im geschmiedeten Zustande für 1 gem 3740 — 4440 kg, hartgehämmert 6450 — 7250 kg. Sehr ähnlich dem E. ist das Sterrometall und das Muntzmetall (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 806Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Naturlehre 6