Eider oder Eyder, ein wasserreicher Fluß Norddeutschlands, entsteht 14 Km südlich von Kiel im holstein. Amte Bordesholm aus den Zuflüssen des kleinen Sees von Redder, im N. von Bockhorst. Sie fließt zunächst nördlich, dem Grieben⸗ und Rotkampersee zu und wendet sich dann wieder südlich nach Beesdorf. Von da zieht sie nördlich bis nahe an Kiel zum Schulensee. Von diesem See erreicht sie westlich den Westensee und bildet dessen nördl. Abfluß zum Flemhudersee. Sie wendet sich dann bei Landwehr als Grenzfluß zwischen Holstein und Schleswig westwärts über Rendsburg und Friedrichstadt, indem sie mit großen Krümmungen weite arschgegenden durchzieht, welche durch kostbare ndeichungen vor ihren überschwemmungen geützt sind, und mündet, rechts verstärkt durch die orge und Treene, nach einem Laufe von 185 Kxm i Tönning, der Hauptstadt der Landschaft Eiderdt, in die Nordsee. Bei Friedrichstadt ist die EC. 0, bei Tönning über 300 m breit und 4—5 m f; weiter unterhalb erweitert sich die Mündung 3 zu 11 km Breite. Ihr Flußgebiet umfaßt 00 qkm. Ihre natürliche Schiffbarkeit beginnt i Rendsburg; allein bei hrer Westwendung führt wärts bei Holtenau in den Kieler Meerbusen der olsteinische, Schleswig-Holsteiner⸗ oder iderkanal, der einzige, welcher bis jetzt die Ostrd allein aus dem Zuflusse des Eiderlaufs oberlb des Flemhudersees gespeist, ein Speisegebiet n 470 qm Fläche. Er steigt von der Holtenau n Kieler Meerbusen bis Rathmannsdorf in Schleunauf und 2 von da bis Königsförde horizonl. Nur zum Teil setzt er sich im Eiderbett fort. on Königsförde bis Osterade schneidet er in geder Linie den großen, jetzt Alte Eider genannten ogen des natürlichen Stromlaufs ab; von Ostede bleibt die C. kanalisiert bis Steinwehr. Von er verläßt der Kanal wieder den natürlichen Lauf, 5 beide in die sog. Ober-E. münden, die sich ober-Üb Rendsburg seeartig aufstaut. Der Kanal wurde 777—84 mit Benutzung des alten Grenzflüßchens wensaue, welches 4 km nördlich von Kiel in die Hrtige Bucht mündet, angelegt und hat 3,5 m zassertiefe, 31 m obere Breite. Der eigentliche anal ist 31 km lang und hat sechs Schleusen. zegen dieser Schleusen und seiner beschränkten imensionen überhaupt können ihn nur kleine üstenfahrzeuge passieren, jedoch ist der Verkehr u so bedeutender, daß die Zahl der ihn benutzenin Fahrzeuge sich jetzt durchschnittlich auf 4000 eläuft. Als Grenzfluß hat die E. eine histor. Bezutung erhalten. Im Mittelalter hieß sie Agidora, tnordisch Agisdyr. Seit dem Frieden Hemmings nit Karl d. Gr. 811 wurde sie nebst dem Danewerk nd der Schlei die Waldemar 1 In dem Vertrage on 1225 zwischen Waldemar II. und dem Grafen einrich von Schwerin ward sie die Nordgrenze des erzogtums Holstein, ostwärts verlängert durch die evensaue. Daher spielt der Fluß auch eine Rolle der Kriegsgeschichte, in den Kämpfen der Friesen, olsteiner und Dänen im Mittelalter, sowie 1813 nd später in den Kriegen gegen Dänemark.