Eisglas, besondere Art der Glasverzierung, welche erhalten wird, indem man die an der Glasmacherpfeife gesammelte Glasmasse in kaltes Wasser kaucht, wobei sie an der Oberfläche zerspringt, sie dann anwärmt und weiter verarbeitet. Im wesentlichen ist das E. identisch mit dem Craquelée (. d.). Eine andere Form von E. erhält man, indem konzentrierte Lösungen von Zinkvitriol, die mit Dextrin versetzt sind, auf Tafelglas gestrichen werden. Beim langsamen Verdunsten der Flüssigkeit krystallisiert das Salz, wobei die Scheiben das Ansehen von gefrorenen Beusierscheiben erhalten. Durch einen Überzug von wasserhellem Firnis läßt sich die natürliche Vergänglichkeit des E. etwas verzögern.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 915Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei