FeedEisfeld
ErdkundeBrockhaus 1882

Eisfeld, Stadt im Herzogtum Sachsen-Meiningen, Kreis Hildburghausen, 15 km östlich von Hildburghausen, in 438 m, an der Werra und an der Werrabahn, ist Sitz eines Amtsgerichts (zum Landgerichtsbezirk Meiningen), hat eine evang. Pfarrkirche aus dem 15. Jahrh. und ein Schloß, einen Spar⸗ und Vorschußverein, eine 74 Versuchsstation und zählt (1880) 3203 C., welche Wollspinnerei, Woll⸗ und Baumwollweberei, Schuhwerk⸗, Farben⸗, Flanell⸗ und Tuchfabrikation, Fabrikation von Holzialousien, Spiel⸗, Holz⸗ und Steinwaren, Gerberei und Bierbrauerei treiben. Nordnordwestlich befinden sich Steinkohlengruben bei Krock an der Weißa. Schon 800 kam E. an das Stift Fulda. Zu E. starb 9. Okt. 1555 Justus Jonas, seit 25. Aug. 1553 nur Superintendent, und wurde in der Gottesackerkirche bestattet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 915Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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