Elektrisches Potential. Die elektrische und Benderrtend Kraft wirkt wie die Gravitation im verkehrten Verhältnis des Quadrats der Distanz, die zwischen je zwei Teilchen, von welchen die Kraft (Centralkraft genannt) ausgeht, liegt. Der mathem. Ausdruck der geleisteten mechan. Arbeit jener Naturkräfte, welche das eben angeführte Distanzgesetz befolgen, heißt Potential. Physikalisch ergibt sich die Bedeutung des elektrischen Potentials (und analog auch des magnetischen Potentials) aus Folgendem: Um den elektrischen Zustand zu bestimmen, muß man einen fixen Punkt annehmen, auf welchen man jenen Zustand bezieht. Dies geschieht analog den Höhen-oder Temperaturmessungen, welche ebenfalls auf einen fien Anfangspunkt (den Nullpunkt) bezogen werden. Den Nullpunkt der Bestimmung des elektrischen Dietemae bietet der elektrische Zustand der Erde. Diejenige Größe, welche den elektrischen Zustand eines elektrischen Körpers, bezogen auf den elektrischen Zustand der Erde als Nullpunkt, bestimmt, — sein elektrisches Potential. Dasselbe ist also eine relative Größe, ähnlich den gewöhnlichen Angaben von Höhen oder Temperaturen. Je größer die elektrische Dichtigkeit und die elektrische Spannung (s. d. und Elektricität) sind, desto höher ist auch das elektrische Potential, welches eine jenen proportionale Größe darstellt. Bei jeder elektrischen Erregung tritt eine Potentialdifferenz auf, d. i. der Unterschied zweier entgegengesetzten Potentiale; so z. B. erscheint bei der Erzeugung von Elektricität durch Reibung auf dem einen der Körper ein positives, auf dem andern ein negatives Potential, und ihr Unterschied gibt die Potentialdifferenz. Bei der Erregung von Volta-Clektricität (s. Galvanismus und Elektrische Spannung) ergibt sich die Potentialdifferenz aus dem Unterschied der entgegengesetzt elektrischen Poteniale der beiden Pole des Eler dezeichnet man die elektrische P Spannungsdifferenz. Zur Hert tentialdifferenz ist eine Elektrom notwendig. über das mathen Clausius, «Die Potentialfunkt tial» (3. Aufl., Lpz. 1877).