Ellenrieder (Marie), Malerin, geb. in Konstanz 20. März 1791, 7 und Richtungsgenossin der berühmten Angelika Kaufmann, deren zarte, zuweilen auch sentimentale Weise auch die ihre ist. Mehr als bei Angelika Kaufmann spricht sich in E.s Kunst ein religiöser Zug aus, in dessen edler, reiner Bethätigung sie sich Overbeck nähert. Sie liebte es meist Halbfiguren darzustellen; ihr Kolorit ist glatt und klar, die Durchführung sehr fleißig. Die Mehrzahl ihrer Bilder besitzt Karlsruhe, wo sich in der kath. Kirche ihre Steinigung des heil. Stephan und in der Kunsthalle mehrere Madonnen und weibliche Heilige finden. Sie war 1828 nach Karlsruhe übergesiedelt, starb aber in Konstanz 5. Juni 1863.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 64Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei