FeedEmission
VerkehrBrockhaus 1882

Emission nennt man die Ausgabe von Papiergeld seitens des Staats und von Noten seitens der dazu berechtigten Banken (s. d.), die auch wohl als Emissionsbanken (banques d'émission) bezeichnet werden; sodann auch die Ausgabe von börsen— Hängigen Schuldverschreibungen aller Art und von Aktien. Die E. von Börsenpapieren erfolgt durch öffentliche Subseription oder durch übernahme des ganzen Betrags einer Anleihe von seiten einer größern Bank oder eines Konsortiums und weitere Begebung der Obligationen an das Publikum, oder bei der Gründung neuer Aktiengesellschaften in der Weise, daß die Gründer das ganze Kapital zeichnen und dann die Aktien an der Börse «einführens. Der Kurs, zu welchem die Papiere ausgegeben werden, heißt Emissionskurs. Er steht bei Obligationen, die sich mit weniger als 5 Proz. ihres Nominalwertes verzinsen, häufig unter dem nominellen Pari; andererseits werden neue Serien von Aktien günstig stehender Gesellschaften, sowie auch bei hochgehender Spekulation die unmittelbar aus den Händen des Gründungskonsortiums an die Börse kommenden Aktien neuer Unternehmungen oft über Pari ausgegeben. An die E. eines neuen Papiers von größerer Bedeutung knüpfen sich meistens, noch ehe dieselbe erfolgt ist, spekulative Lieferungsgeschäfte auf eine bestimmte Zeit nach dem Erscheinungstag, durch welche der Boden für die E. vorbereitet wird. lrie, s. unter Licht.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 104Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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