Emler (Bonaventura), Historienmaler, geb. 19. Okt. 1831 zu Wien, gest. daselbst 20. April 1862, nachdem er sich trotz seiner Jugend durch seine geistreichen Kompositionen einen bedeutenden Namen erworben hatte. Er war an der Akademie Führichs Schüler gewesen, an dessen Richtung er sich begeistert anschloß. Ein edler Idealist wie dieser, widmete er seine Kunst den höchsten Aufgaben, Dantes «Göttliche Komödie, die Bibel boten den Stoff zu seinen großgedachten Contourzeichnungen. Auch an der Ausführung des von Kaiser Franz Joseph dem Papste Pius IX. zum Geschenk bestimmten prachtvollen Missale, von 1855 bis 1868, war E. hervorragend beteiligt. Zu den bedeutendsten Schöpfungen des Künstlers gehören die Zeichnungen der Höllenpforte, des Chors der Auserwählten und die Pforte des Paradieses nach dem Danteschen Gedicht, im Privatbesitz in Wien.