Engelbert II. (Herr von Falkenburg), Erzbischof von Köln 1261—74, vorher Dompropst, wurde 2. Okt. 1261 vom Domkapitel gewählt. Er drängte die Zünfte der Stadt Köln, welche sich ihm ebenso wie seinem Vorgänger Konrad von Hostaden bereitwilligst anschlossen, durch den Versuch militärischer Gewaltherrschaft, der Aufhebung der Selbständigkeit der städtischen Verwaltung und der freien Verfügung über die Steuerkraft der ganzen Bürgerschaft auf die Seite der 1259 gestürzten Geschlechter. Als E. 1262 nach Rom reiste, um vom Papst Urban IV. das Pallium zu erhalten, vereinigten sich Zünfte und Patriciat und vertrieben 8. bis 11. Juni die erzbischöfliche Besatzung aus der Stadt. Der Anschlag E.s, die machthabenden Bürger durch einen Handstreich in seine Gewalt zu bringen, mißlang und zog dem Erzbischof selbst die Gefangenschaft zu EEnde Nov. 1263). Ein von E. angeettelter Aufstand der Zünfte wurde von den Geschlechtern in harten Straßenkämpfen niedergeschlagen (Juni 1265). Wegen den Landfrieden brechender Beschwerungen des Handels durch Errichtung unzulässiger Zölle seitens des Taet dem kam es 1266 zum Kriege zwischen dem nRin em Bistum Paderborn und dem Grafen von Rietberg einerseits und Jülich, Geldern, Berg, Isenburg, den Bistümern Münster und Utrecht und der Stadt Köln andererseits. Bei Mariawald ward E. 18. Okt. 1267 geschlagen, auf ½½ Nideggen bei Düren gefangen gesetzt, und erst im April 1271 wieder freigelassen. Die Streitigkeiten zwischen E. und der Stadt Köln waren zwar durch eine ganze Reihe von Friedensschlüssen (1262, 1263, 1264, 1265) unterbrochen worden, fanden jedoch ihr definitives Ende erst 16. April 1271, an welchem Tage der Erzbischof sämtliche Privilegien der Stadt zu bestätigen sich genötigt sah. C., welcher seine Residenz nach Bonn verlegte, war bei der Wahl König Rudolfs I. zugegen, krönte denselben 24. Okt. 1273 zu Aachen und starb nach einer Reise zum lyoner Konzil 20. Okt. 1274 zu Bonn. In die Zeit seiner Regierung fallen die erbitterten Kämpfe zwischen den beiden Geschlechter-Fraktionen der Weisen (von E. unterstützt und der Overstolzen zu Köln, in welchen schließlich die letztern mit Hilfe der Zünfte 15. Okt. 1268 (Straßenschlacht an der Ulrepforte) die Oberhand gewannen. Diese sowie die Kämpfe der Stadt mit E. sind höchst anschaulich in der Reimchronik Meister Gottfried Hagens des Stadtschreibers, eines Zeitgenossen, ges ildert. Eugelbrecht Engelbrechtson, ein Dalekarlier adeliger Abkunft, 1432 dem Unionskönig Erich von Pommern die Klagen der bedrückten, von den königl. Vögten mißhandelten Bauern seiner Heimat vor. Da trotzdem den übelständen nicht abgeholfen wurde, erhoben sich die Dalekarlier und wählten E. zum Hauptmann; der Aufruhr erstreckte sich /Juni 1434) rasch nach den übrigen Provinzen, überall wurden die Vögte verjagt, die Reihetan erobert und E. Januar 1435 auf dem eichstage zu Arboga zum Reichsverweser erwählt. Die hochadeligen Mitglieder des Reichsrats waren aber dem Emporkömmling abgeneigt, und E. mußte bald dem Karl Knutsson Bonde weichen und sich mit dem Lehne Orebro begnügen. Als er nach einem neuen dach 8 im Süden des Landes von Orebro aus nach Stockholm gehen wollte, ward er auf einer Insel im See Hjelmaren 27.April 1436 ermordet. In Orebro wurde ihm 1865 ein ehernes Standbild von Qvarnström errichtet.