FeedEpitheton
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Epitheton (arch., Zusatzo) bezeichnet das Beiwort, welches einem Hauptworte zugefügt wird. Das E. heißt, wenn es einen im Umfange des Hauptwortes wesentlich νν oder durch den Zusammenhang bedingten Begriff ausdrückt, ein notwendiges (epitheton necessarium) und fällt alsdann in seiner rein logischen Bedeutung gänzlich dem Gebiete des Verstandes anheim, z. B. die willkommene Gelegenheit. Dagegen ist das E. ein verschönerndes oder schmückendes (epitheton ornans), wenn es dazu dient, durch Veranschaulichung den Hauptbegriff nach einem seiner Merkmale der Phantasie HU zu bringen, z. B. die funkelnden Sterne. 100 der Poesie sind von besonderer Bedeutung die og. stehenden Beiwörter (epitheta perpetua), die demselben Gegenstande, so oft er genannt wird, beielegt werden, z. B. der schnellfüßige Achill, die ge⸗

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 235Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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