Erdöd, Marktflecken im ungar. Komitat Szathmär, 18 km im S. von Szathmär Nemethi, zählt 1309 deutsche E. kath. Glaubens und hat eine hübsche got. Kirche. Im J. 1545 fand hier eine Synode der reform. Protestanten statt. Auf dem nahen Bükk⸗(d. i. Buchen) Berge stand ehedem ein festes Schloß, von Barthol. Drägfi, Wojwoden von Conversations-Lexikon. 13. Aufl. VI. Siebenbürgen, 1481—82 erbaut; 1565 fiel dasselbe in die Hände der belagernden Türken. Heute ist es nur ein Tiuhmnerhanfen. Zu E. befindet sich eine Musterwirtschaft der gräfl. Familie Kärolyi mit ausgezeichneter Pferdezucht. Erdöd (ehemals Feste Teutoburgum), Dorf im Komitat Verovitic in Slawonien, rechts an der Donau, Station der Alföld-Fiumaner (Großwardein-Ess 0* zählt 1300 serbische E. griech.⸗ orient. Konfession, hat Post⸗ und Telegraphenamt, Dampffähre vom jenseitigen Uferorte Gombos über die Donau, Weinbau, Fischerei, lebhaften Handel. In der Nähe sind Ruinen des Kastells der Familie Erdödy (s. d.), die von E. ihren Namen führen soll.