FeedErsch (Joh. Sam.)
ReligionBrockhaus 1882

Ersch (Joh. Sam.), der Begründer der deutschen Bibliographie, geb. 23. Juni 1766 zu Großglogau, widmete sich zu Halle anfänglich der Theologie, fühlte sich aber bald zu histor., bibliogr. und geogr. Studien und Arbeiten hingezogen. Mit dem als Geograph bekannten Professor Fabri ging er 1786 nach Jena, um dort mit demselben die schon in Halle angefangene Allgemeine polit. Zeitung für alle Ständer herauszugeben, welche nachher in Hammerdörfers Hände kam. Letzterer und Fabri ermunterten ihn zur Herausgabe des Repertorium über die allgemeinen deutschen Gdbeschr⸗ und andere periodische Sammlungen für Erdbeschreibung, Geschichte und die damit verwandten Wissenschafteno (3 Bde., Lemgo 1790—92), Schütz und Hufeland zur Ausführung ihrer Idee, ein Allgemeines Re-Litteratur der Litteraturo mit der Allgemeinen itteraturzeitunge herauszugeben. In diesem Werke (S Bde., Jena, nachher Weim. 1793—1809) verzeichnete er die Litteratur von drei Quinquennien (1785—1800), und zwar nicht nur sämtliche, während jener Zeit erschienene Schriften, sondern selbst alle in Journalen und andern periodischen Sammlungen . kleinere Abhandlungen in seltener Vollständigkeit und Genauigkeit. Zugleich menen Se ihn der große Entwurf eines «Allgemeinen Schriftstellerlexikon der neuern Zeito, den er später darauf beschränkte, die neueste Litteratur der europ. Nationen einzeln zu behandeln. Behufs dieser Arbeit Hing er nach Göttingen, wo ihn das Anerbieten eines hamburger Freundes traf, die Redaction der Neuen hamburger Zeitungo zu übernehmen, welche er Anfang 1795 antrat. In dieser Zeit erschien von ihm „La France littéraires 0 Bde., Hamb. 1797—98), dem zwei Supplementände (1802 u. 1806) folgten. Als Teilnehmer an der «Allgemeinen Litteraturzeitunge 1800 nach Jena zurückberufen, erhielt er daselbst auch das Bibliothekariat. Drei Jahre später folgte er einem Rufe als ord. Professor der Geographie und urde nach Halle, wo er 1808 auch Oberbibliothekar wurde. Hier unternahm er das „Handbuch der deutschen Litteratur'seit der Mitte des 18. dalrh. bis auf die neueste Zeite (4 Bde. in 8 Abteil., Lpz. 1812—14; 2., von Böckel, Puchelt, Koppe, Schweigger-Seidel, Rese und Geißler besorgte Aufl., Lpz. 1822—40) und in Verbindung mit Gruber die Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künster (s. Encyklopädie), welche er bis zum 21. Teile der Sektion 1 bearbeitete. Durch ersteres Werk, von welchem Geißler mit dem Bibliogr. Handbuch der philol. Litteratur der Deutscheno (Lpz. 1845) und dem „Bibliogr. Handbuch der philos. Litteratur der Deutschenv (Lpz. 1850) eine dritte Auflage begann, at C. die neuere deutsche Bibliographie im eigentichen Sinne des Wortes zuerst t nisch begründet, und die Vollständigkeit, Genauigkeit, Anordnung und innere Einrichtung desselben machten es zu einem Muster, wie die Litteratur einer Nation geordnet werden soll. Die Encyklopädier leitete er bis zu seinem Tode mit Umsicht und Thätigkeit. Auch wirkte er als Mitredacteur an der halleschen Allgemeinen Litteraturzeitungo. E. starb zu Halle —6 sch 1828. isti, s. Epiphani rscheinun risti, s. Epiphania. tel, Relaxantia, Emollientia), diejenigen Mittel, welche die entzündliche und krampfhafte Spannung der tierischen und menschlichen Gewebe und Organe vermindern und so die letztern weicher, lockerer und ch zu verun machen, ohne dabei ihre Textur erheblich zu verändern. Die wichtigsten er-Wärme in Mittel sind absolute Ruhe, feuchte ärme in der Form von Bähungen, warmen Breiumschlägen, lauen und warmen Bädern, ferner warme Getränke u. dgl., fettige, schleimi e und ölige Mittel, in manchen Fällen auch die Massage (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 323Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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