Fabrieins (Joh. Albert), berühmter Polyhistor, eb. 11. Nov. 1668 zu Leipzig, studierte daselbst Phiosophie, Arzneikunde und Theologie und starb als Professor am akademischen Gymnasium zu Hamburg 30. April 1736. Er umfaßte alle Zweige des Wissens, besaß einen unerschöpflichen Schatz besonders philol. und litterarhistor. Kenntnisse und verstand es, diesen Reichtum aufs vielseitigste zu benutzen. Muster der Gründlichkeit, Vielseitigkeit und Fülle der Gelehrsamkeit sind seine 4Bibliotheca Graecap (14 Bde., Hamb. 1718—38), fortgesetzt und neu aufgelegt von Harleß (12 Bde., Hamb. 1790—1809) und mit einem Index (Lpz. 1838) versehen; die Bibliotheca Latinap (Samb. 1697; 5. Aufl., 3 Bde., 1721; neu herausg. von Ernesti, 3 Bde., Lpz. 1773—74); die Bibliotheca mediaé et infimae aetatiso (5 Bde., Hamb. 1734), der Schöttgen einen Ranno Wde (Hamb. 1746) hinzufügte und die von Mansi (6 Bde., Padua 1754) neu bearbeitet wurde; die Bibliotheca ecclesiastica (Hamb. 1718); endlich die Bibliographia antiquaria (Hamb. 1713; neue Aufl. von Schafshausen 1760). Auch zeugen von s einen gründlichen und ausgebreiteten Kenntnissen seine Ausgaben des Sextus Empiricus und des Dio Cassius, sein Codex pseudepigraphus Veteris Testamentiv (2 Bde., Hamb. 1713—22) und zahlreiche theol., kirchen- und litterarhistor. Schriften.