Etoges, Dorf im franz. Depart. Marne, Arrondissement Epernay, 25 Kmim SSW. von Epernay, Kanton Montmort, an der Straße von Chälonssur-Marne nach Montmirail, ist geschichtlich namhaft geworden durch das Gefecht am 14. Febr. 1814. Kaiser Napoleon I. hatte 11. Febr. bei Montmirail die Korps Hork und Sacken geschlagen, am folgenden Tage die Verfolgung gegen Chäteau-Thierry sortgesetzt und nur das Korps Marmont in seiner rechten Flanke belassen, bei E. Blücher verfügte, abgesehen von den geschlagenen Korps, am 12. Febr. bei Bergeres-les⸗-Vertus über nur 18000 Mann, darunter wenig Kavallerie, und war über das Schicksal der Korps York und Sacken in arsch aun d Ungewißheit, beschloß jedoch den Vormarsch auf Montmirail. Am 13. Febr. traf die Vorhut unter Graf Zieten bei E. auf Widerstand, doch zog sich Marmont nach Vauchamps zurück; Blüchers Hauptquartier kam nach Champaubert, Napoleon erreichte Chäteau-Thierry. Am Morgen des 14. rückten Blüchers Truppen weiter vor, trafen aber bald, da Napoleon alle verfügbaren Streitkräfte auf Marmonts Meldung diesem zur Verstärkung zugesendet hatte, auf überlegene Massen und mußten Vauchamps räumen, wobei ein Teil der Infanterie von franz. Kavallerie niedergeritten wurde. Blücher besetzte eine Stellung bei Janvilliers mit den Korps Kleist und Kapzewitsch und empfing (nach Müffling) dort die erste Nachricht von den Unfällen der Korps Erra und Sacken. Da Napoleon immer neue Kräfte heranführte, wurde um 2 Uhr nachmittags der Rückzug angetreten. Der Boden war aufgeweicht, Artillerie könnte sich nur auf der Stne, Kavallerie neben derselben nur im Trabe bewegen; die Infanterie ging in geschlossenen Massen beiderseits der Straße zurück und die franz. Kavallerie versuchte die Flanken zu umgehen und den Wald von E. vor ber Dieer und Russen zu erreichen; am Eingange des Waldes standen nur zwei Kompagnien schles. dert h. Als die Infanterie Champaubert eben pasiert hatte, wurde die schwache (1600 Pferde) preuß. Kavallerie von der französischen, in vier Treffen formierten, unter Grouchy geworfen, worauf die franz. Reitermassen die preuß. Infanterie mehrmals mit großer Entschlossenheit auf dem ebenen Gelände vor dem Walde von E. attackierten; gleichzeitig attackierte die franz. Gardekavallerie auf der andern Seite der Straße die russ. Infanterie. Alle diese Angriffe wurden abgewiesen und vermochten den Marsch der Infanterie nicht aufzuhalten. Einige franz. Reiterregimenter hatten quer über die Rückzugsstraße Stellung genommen, wurden aber von der Infanterie durchbrochen und man erreichte glücklich den Wald und E. selbst. Aber eine franz. Kolonne war auf Nebenwegen in E. eingedrungen und es entspann sich ein sehr Eim der Na Gefecht mit der russ. Den Di Erst spät in der Nacht erreichten die Truppen Blüchers Bergöres-les-Vertus; man Mann unter Napoleon) gefochten und 6000 Mann, den dritten Teil der eigenen Stärke, verloren. Das Gefecht bei E. ist namentlich für das ostpreuß. Kürassierregiment Nr. 3, welches Oberst Hall ft von Wrangel, der nachmalige Feldmarschall, führte, ein hoher Ehrentag.