FeedEtzel (Karl von)
VerkehrBrockhaus 1882

Etzel (Karl von), Sohn des vorigen, Architekt und Eisenbahningenieur, geb. 6. Jan. 1812 zu Heilbronn, besuchte das Gymnasium und die Gewerbeschule zu Stuttgart und studierte 1835—37 in Paris und England. Sodann war er als Ingenieur beim Bau der linksuferigen Bahn von Paris nach Versailles beschäftigt und siedelte 1839 nach Wien über, wo er an der „Bauzeitungo arbeitete und das Dianabad bei Wien baute. E. wurde 1843 als Oberbaurat nach Stuttgart berufen, entwarf ein Eisenbahnnetz für Württemberg und übernahm die Leitung der Linie Plochingen-Stuttgart⸗-Heilbronn; auch redigierte er seit 1844 die Eisenbahnzeitungs. Im J. 1853 folgte er einem Rufe nach Basel als Oberingenieur der Schweizerischen Centralbahn. Nebenbei baute er unter anderm das Bankgebäude in Basel. Hierauf wurde E. 1857 Baudirektor der Kaiser-Franz-Joseph-Orientbahngesellschaft in Wien und 1859 Baudirektor der Osterreichischen Südbahngesellschaft. In dieser Stellung entwarf er das Projekt zur Brennerbahn, starb aber noch vor Vollendung derselben 2. Mai 1865 in Kemmelbach bei Linz, auf einer Reise von Wien nach Stuttgart vom Schlag getroffen. tels Hofhaltung, Gedicht aus dem Sagenkreise Dietrichs von Bern, erzählt, wie Frau Saelde (das Glüch, von einem riesigen Jäger, dem Wunderer, verfolgt, zu König Etzel flieht, der ihr gestattet, aus seinen Helden sich einen als Kämpfer auszuwählen. Sie erwählt, nachdem Rüdiger es abgelehnt, den jungen Dietrich, der den Wunderer nach hartem viertägigen Kampfe erschlägt und Frau Saelde in ihr Reich AhucheHar Das Gedicht ist nur in dem sog. Heldenbuche Kaspars von der Rhön erhalten und in von der Hagens »Heldenbuch' (Berl. 1820) gedruckt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 408Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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