Eudes (Emile Desiré Frangois), franz. Kommunist, geb. 12. Sept. 1843 zu Rancey im Depart. Manche, leitete 17. Aug. 1870 den von Blanqui veranlaßten Aufruhr gegen eine Feuerwehrwache in der Hauptstraße von La Villette zu Paris. E. wurde verhaftet und zum Tode verurteilt; der 4. Sept. be-Batalthon Gleich darauf zum Kommandanten eines Bataillons der Nationalgarde ernannt, wurde er, nachdem er während der Belagerung 31. Okt. an dem Angriff Aat das Rathaus Anteil genommen hatte, seines Amtes entsetzt. Unter der Herrschaft der Commune im März 1871 wurde er zum General erhoben und bis zum 2. April mit der Leitung des Kriegsministeriums beauftragt, war dann mehrere Tage lang Kommandant der Südfestungen (Issy, Vanves und Montrouge), befehligte hierauf eine alan der Ehr und hatte Am Hauptquartier den Palast der Ehrenlegion. Am 10. Mai trat er neben Ranvier, Arnaud, Gambon und Delescluze in den del Miederbrennn und hatte eine Hauptschuld an der Niederbrennung der Ialen Nac Gebäude, wußte sich aber seit 17. Mai allen Nachforschungen zu entziehen. Er ließ sich in London nieder und behauptete daselbst auf die geflüchteten Kommunisten großen Einfluß. Sein Prestige wurde aber durch die Anklage seines ehemaligen Stabslieutenants Caria geschwächt, der ihn öffentlich als Dieb und Ausplünderer des Palastes der Ehrenlegion brandmarkte. Seit der Amnestie ist E. wieder nach Paris zurückgekehrt und hat bei allen radikalen Manifestationen eine hervorragende Rolle gespielt.