Malet (Claude Frangois de), franz. General und bekannt durch seine Verschwörung gegen Napoleon I., geb. 28. Juni 1754 zu Döle in der Monzantiattes trat im Alter von 16 J. in die ousquetaires und stellte sich 1790 als eifriger Anhänger der Revolution an die Spitze der Nationalgarde seiner Heimat. Später ging er als Kapitän zur Rheinarmee, wurde 1793 Generaladjutant, 1799 Brigadegeneral in der Alpenarmee, kam 1805 nach Italien und erhielt das Gouvernement zu Pavia. Weil er aber seine republikanische Gesinnung nicht verleugnete, setzte man ihn ab. Im Juni 1812 brachte man ihn in Haft, worauf er mit mehrern Royalisten den Plan faßte, Napoleon während des Feldzugs in Rußland zu stürzen. Er entfloh in der Nacht vom 22. zum 23. Okt. mit dem Abbs Lafon aus der Haft, erschien in den Kasernen und verkündigte den Soldaten, daß der Tyrann in Rußland umgekommen sei. Hierauf setzte er die im Gefängnis Laforce eingeschlossenen Generale Guidal und Lahorie in Freiheit, ließ ein vorher gewonnenes Bataillon der Garden von Paris unter die Waffen treten, suchte den Platzkommandanten Hullin (s. d.) auf und teilte diesem den Tod des Kaisers und die Errichtung einer Provisorischen Regierung mit; als derselbe Mißtrauen bezeigte, feuerte er ein Pistol auf ihn ab und wurde von dem herzueilenden Adjutanten Laborde im Verein mit Hullin überwältigt. Schon am nächsten Tage wurde M. mit Guidal und Lahorie vor eine Militärkommission gestellt und 29. Okt. 1812 mit seinen beiden Gefährten in der Ebene von Grenelle erschossen. Vgl. Lemare, XM., ou coup-d'oil sur ''origine, les éléments, le but et les moyens des conjurations, etc.o (Par. 1814); Lafon, «Histoire de la conspiration de M. (Par. 1814); Procès M.v (Par. 1826); Saulnier, Eclaircissements sur la conspiration de M. (Par. 1834); Dourille, (Histoire de la conspiration de M.o (Par. 1840); Hamel, XL'histoire des deux conspirations du général M. (Par. 1873).