Eusebius von Emesa, grch. Kirchenlehrer des 4. Jahrh., geb. zu Edessa, war ein Schüler des E. Pamphili und ein Freund des E. von Nikomedien. Ein nüchterner Schrifterklärer im Geiste der antiochenischen Schule, aber allen theol. Spitzfindigkeiten und kirchlichen Händeln feind, schlug er den von der Synode zu Antiochien 341 ihm angebotenen Patriarchenstuhl von Alexandria aus und nahm das kleine Bistum Emesa an, das er bald nachher, vom Volke wegen seines mathem.⸗astron. Wissens als Zauberer der behrer aufgab. Er ging nach Antiochien, wo er der Lehrer Diodors von Tarsus ward und um 360 starb. Von seinen vielen exegetischen, dogmatischen und polemischen Schriften sind nur Bruchstücke lcher C. — Zu unterscheiden von ihm ist ein angeblicher E. von Alexandria, unter dessen Namen 21 Homilien erhalten sind und den eine durch Mai veröffentlichte fabelhafte Hiographie zum Patriarchen von Alexandria und Nachfolger des Cyrillus macht. Die ihm zugeschriebenen Reden stammen aus dem 5. oder 6. Jahrh. Vgl. Thilo, «über die Schriften des E. von Alexandria und des E. von Emesas (Halle 1832).