Eutropius, ein lat. Geschichtschreiber, von dessen Lebensumständen nur so viel bekannt ist, daß er unter Julian 363 n. Chr. mit gegen die Perser socht, unter Valens noch lebte und um 370 n. Chr. starb. Sein „Breviarium historiae Romanaev, worin die röm. Geschichte von der Gründung Roms bis auf Jovians Tod (364 n. Chr.) kurz erzählt wird, ist in einer einfachen und reinen Sprache mit verständigem, unparteiischem Urteil und geschickter Anordnung verfaßt. Außer den größern Ausgaben von Haverkamp (Leid. 1729), Verheyk (2 Bde., Leid. 1762 u. 1793), Tzschucke (Lpz. 1796), der kritischen von Hartel (Berl. 1872) und der kleinern (Berl. 1878) und größern kritischen Ausgaben von Droysen (Berl. 1879) sind zu erwähnen die mehr für den Unterricht bestimmten von Tzschucke (Lpz. 1804) und Eichert (Hannov. 1871). Eine aunech, Üübersetzung des E. von einem gewissen Päanius gab Kaltwasser besonders heraus (Gotha 1780), die erhaltenen Bruchstücke einer zweiten Hartel in den „Sitzungsberichten der wiener Akademiey (1872), alles zusammen Droysen in der erwähnten größern Ausgabe des E. Vgl. Pirogoff, De Eutropii indole ac fontibuso (Tl. 1, Berl. 1873); Droysens Prolegomena zu der größern Ausgabe und Ebeling, „Quaestiones Eutropianaer (Halle 1881).