Evagöras, König des cyprischen Salamis, der Abkömmling des Hauses der Teukriden, der die verlorene Herrschaft seiner Familie über die Stadt Salamis um 410 v. Chr. durch einen kühnen Handstreich zurückgewann, und nun bei glänzender fürstl. Begabung seine Herrschaft teils durch eifrige Pflege des Griechentums auf Cypern sicherte, teils durch seine Diplomatie sich auc) die Gunst des pers. Hofs 90 gewinnen verstand. Seiner klugen Politik hatte er Athener Konon, der nach der Schlacht von Agospotamos bei ihm (405) eine Zuflucht fand, sehr wesentlich zu verdanken, daß er die 9 die M der pers. Flotte erhielt, mit welcher er 394 die Marine der Spartaner bei Knidos vernichtete. Sein Streben aber nach Machtausdehnung führte allmählich zum Bruche mit Persien; seit 391 v. Chr. wurde E., der kühne Freund der Athener, von den Persern als Feind behandelt. Der große Krieg, den er, namentlich von Agypten aus unterstützt, 385 —376 zu bestehen hatte, endigte dank seiner ausgezeichneten Tüchtigkeit und infolge der Zwistigkeiten unter den pers. Feldherren Basau des Vorteil. E. behauptete wenigstens als Vasall des Großkönigs sein altes Fürstentum Salamis bis zu seinem Tode, der 374 m durch einen Meuchelmörder bereitet wurde. (Die Chronologie des Kriegs mit den Persern ist Ibeschon nach einer andern Rechnung war derselbe schon 384 zu Ende gegangen.)