Explosion (lat.) ist eine durch einen erhöhten Temperaturgrad herbeigeführte, gewaltsame und plötzliche Ausdehnung elastischer Flüssigkeiten, letztere mögen entweder bereits vorhanden sein, wie dies bei überhitzten Wasserdämpfen, Leuchtgasanhäufungen, Knallgasgemengen (bösen Wettern) in Kohlenbergwerken u. dgl. m., oder erst durch die Temperaturerhöhung erzeugt werden, wie dies bei C. von Schießpulver, Pyroxylin oder Knallsilber, Schieß⸗ und Sprengpräparaten jeder Art (Dynamit u. s. w.), bei den Verbindungen des Stickstoffs mit dem Chlor, Jod, Nitroglycerin u. s. w., der Dal ist. Die E. werden um so heftiger, je voll—⸗ ommener und schneller die Entzündung stattfindet und je größer die plötzlich entwickelte Menge des erzeugten Gases ist, und ihre Wirkungen um so kräftiger, je bedeutender bis zu einem gewissen Punkte hin der Widerstand ist, welcher sich ihrer Ausdehnung in den Weg stellt. Hat unmittelbar nach der Entzündung die atmosphärische Luft Zutritt zu dem vorher geschlossenen Erplosionsraume, so entsteht ein Knall, außerdem und im offenen Raume nur eine Verpuffung. Durch zu hohe Spannung von Gasen oder Dämpfen bewirkte E. lassen sich meist durch Sicherheitsventile, die sich rechtzeitig öffnen und den Gasen oder Dämpfen einen unschädlichen Ausweg gestatten, verhüten.