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Recht & StaatBrockhaus 1882

Faber — bei den Römern jeder Hand werker, welcher in harten Materialien arbeite! Werkmann, Schmied u. s. w.;: kit fabricand kaber, durch Schmieden wird man ein Schmied, d. h. Übung macht den Meister. aber ist der lat. Name zweier namhafter franz. Gelehrten. Anton F., eigentlich Favre, Par zu Bourg-en-Bresse 4. Okt. 1557, studierte in aris und Turin und wurde 1581 Richter in seiner Vaterstadt, welche damals den Herzögen von Savoyen gehörte. Nachdem die Bresse französisch geworden, ging er nach Chambéery, wo er 1610 Präsident des obersten Gerichtshofs wurde und 1. März 1624 starb. Der „Codex Fabrianuso (Lyon 1661), eine Sammlung von Entscheidungen, ein auch in Deutschland sehr angesehenes Werk, ist oft herausgegeben worden; nicht minder sind seine «Rationasia in pandectaso (3 Bde., Lyon 1659—63), das Werk De erroribus pragmaticorum et interpretum jurisv (2 Bde., Lyon 1658) und die Conjecturarum juris civilis libri XX (Lyon 1661) geschätzt. Jakob F., eigentlich Jacques le Fevre d'Estaples, geb. 1440 zu Estaples (woher sein Beiname 8tapulensis) bei Amiens, ward 1523 Großvikar des Bischofs von Meaux, erhielt aber wegen seiner freisinnigen Denkungsart seine Entlassung und wandte sich zu Margarete von Navarra, wo er 1537 starb. Er schrieb unter anderm mehrere Kommentare und Paraphrasen Aristotelischer Schriften und übersetzte auch einige Bücher der Bibel. Vgl. Graf, Essai sur la vie et les écrits de J. Lefèvre d'Estapleso (Straßb. 1842). ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 501Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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